11 Männer kommen auf 10 Frauen im ländlichen Waldviertel

Gewusst? Im Bezirk Waidhofen gibt es ca. 500 bzw. 7% mehr Männer im Hauptalter zwischen 15 Und 60 Jahren! Soll Dieses Ungleichgewicht noch grösser werden?

Entdecke in der Vorbereitung der Veranstaltung am 19.2 zum Erhalt von Geburtshilfe und Gyn in Waidhofen was, das mich auch als Geograph mehr als überrascht: im Bezirk Waidhofen/T. ist die Zahl der Männlein und Weiblein bis 15 Jahren fast gleich groß – das ist natürlich nicht überraschend; im Alter von 15 bis 60 Jahren allerdings gibt es einen Männerüberschuss von ca. 500, das sind 7 % mehr Männer! Im Alter über 60 sind dann – das überrascht dann auch wieder nicht – die Frauen wieder viel mehr. Für die STADT Waidhofen trifft dieses Ungleichgewicht übrigens nicht so zu, dafür umso stärker für die anderen Gemeinden: da kommen dann – im Alter von 15 bis 60 – also auf 11 Männer kommen 10 Frauen; alles leicht nachlesbar im „Statistischen Jahrbuch des Landes NÖ, 2014“, Seite 60. Das ist jedenfalls eine Dimension des Ungleichgewichts der Geschlechter, wie man sie aus China oder Indien kennt, mit diversen negativen Folgen. Dort ergeben sich die Ungleichgewichte wegen der traditionellen (patriachalen) Kinderwünsche schon bei der Geburt, um es vorsichtig auszudrücken. Im Waldviertel wandern offensichtlich nicht nur Junge ab, sondern ganz besonders die jüngeren Frauen, das hat viele Gründe, über die vielleicht Frauen direkter Bescheid geben können. Eines ist aber ganz klar: die von oben ohne sachliche Gründe verordnete Sperre der Geburtshilfe und Gyn in Waidhofen macht den Bezirk nicht attraktiver, er wird im Gegenteil dieses MEHRFACH ungesunde Missverhältnis nicht verringern, sondern weiter verstärken; zum Schaden der Region, und damit aller.

 

Autor: Josef Baum

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