Zur Wahl: In Hoffnung nach vorne schauen

Bei dieser Wahl geht es nicht mehr wesentlich um Personen. Man muss mit Van der Bellen nicht übereinstimmen; es ist auch nicht wichtig, ob man ihn für sympathisch hält oder nicht.

Es geht nun tatsächlich um eine Richtungsentscheidung, die aus lauter Angst zu einer Rückwärtsentwicklung zu autoritärer Herrschaft führen kann, wie wir es in Ungarn oder anderen Ländern schon sehen. Niemand kann in dieser doch dramatischen Lage neutral sein, und man kann nachher eigentlich nicht könnte, dass das alles nicht absehbar war.

VdB ist keine Garantie, dass es zu einer Wende zum Besseren kommt, da müssen wir miteinander noch viel tun. Aber er ist in der jetzigen Lage ein Faktor, dass wir nicht schon gemachte Fehler nochmals machen, und nochmals viele Jahre verlieren, bevor wir dann die notwendige soziale, demokratische und ökologische Wende herbeiführen können.

Möchte bisherige Nicht-WählerInnen und Nicht-Van der Bellen-WählerInnen bitten nüchtern zu überlegen, ob es ihnen nicht mehr bringt, statt einfachem Protest lieber ein Zeichen für gemeinsames aktives Lösen der Probleme zu setzen. Diese Wahl kann wohl kaum eines der anstehenden Probleme für Österreich lösen, aber sie kann die Probleme noch verstärken: Blinde Angst ist kein guter Ratgeber. Bauen wir auf den bisherigen Errungenschaften unseres Landes, auf der erfolgreichen Kultur des Miteinanders, des Respekts und der gleichen Menschwürde auf, und kommen wir gemeinsam zu neuen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lösungen im Interesse unserer unmittelbaren gemeinsamen Heimat, unseren gemeinsamen Heimat Österreich, und letztlich unserer gemeinsamen Heimat Erde. Es ist sehr viel zu tun, wir haben keine Zeit zu verlieren.

Autor: Josef Baum

Freue mich auf Reaktionen, Kritik, Anregungen usw. Der Fortschritt entwickelt sich in Widersprüchen.